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Oliver Lucas ist OSY400 Weltmeister 2010 |
| Veröffentlicht von Administrator (adminuwe) am 16-08-2010 |
Bei Box-Weltmeistern heißt es „They never come back – Sie kommen niemals zurück“. Dass es bei Motorsportlern nicht so sein muss, bewies Oliver Lucas bei der Motorboot-Weltmeisterschaft der Klasse OSY400 in Nora/Schweden am 14./15.08.2010 . Nach vier Jahren Pause konnte er auf Anhieb wieder die WM-Krone erringen und seinen dritten WM-Titel einfahren.
Das freie Training am Samstag morgen nutzte das Team Lucas ausgiebig um neues Material zu testen. Zudem benötigte Oliver nach der Pause auch etwas Fahrpraxis unter Rennbedingungen.
So war man mit der drittschnellsten Zeit im Zeittraining sehr zufrieden, zumal alle mit den schwierigen Wasserbedingungen Probleme hatten. Selbst der Titelverteidiger Miroslav Bazinsky aus der Slowakei kam nur auf den 16. Platz. Für den anschließenden ersten Lauf, hoffte das Team Lucas den Anschluss an die beiden Trainings-schnellsten Haugasmägi und Kalder aus Estland halten zu können. Deren Boote waren für die ruhigen Wasserbedingungen deutlich besser geeignet, als die Konstruktion von Oliver Lucas. Kurz nach dem Start kam es aufgrund eines Unfalls zum Startabbruch. Beim Re-Start hatte der zweitplatzierte Kalder großes Pech, als sein Motor-Starter ausrutschte und er den Start verpasste. Dies nutze Oliver Lucas aus und konnte auf den zweiten Platz vorfahren. Im Verlauf konnte er den Führenden Haugasmägi jedoch nicht mehr überholen.
Am Sonntag morgen blies ein kräftiger Wind, sodass zunächst an kein Rennen zu denken war. Da die Vorhersage keine Besserung in Aussicht stellte und frühzeitig ein Ende der Veranstaltung erwogen wurde, ließ die Rennleitung die ersten sechs Boote ins Parc Ferme stellen. Am frühen Abend ließ der Wind doch noch nach. Zum Unmut der meisten Fahrer entschied die Rennleitung einen weiteren Lauf zu starten. Das stundenlange Warten hatte die Lust auf Rennen stark gemindert.
Im Team Lucas versuchte man nun ein Risiko für den zweiten Lauf einzugehen und die Taktik zu ändern. Die Motoreinstellung wurde auf eine bessere Beschleunigung geändert, in der Hoffnung, dass die Endgeschwindigkeit ausreichend ist. Die Rechnung ging auf. Beim Start kam Oliver sehr gut weg und konnte nach der ersten Wende an Haugasmägi vorbeifahren. Die Führung behauptete er dann bis ins Ziel.
Den Vorteil der Pole Position für den dritten Lauf nutzte Oliver Lucas mit aller Routine aus. Er gewann mit sicherem Vorsprung diesen Lauf. Dahinter konnte sich Haugasmägi vor dem US-Amerikaner Allen durchsetzen.
Auch im vierten und letzten Lauf gegen 19 Uhr ließ Lucas nichts mehr anbrennen und fuhr einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein. Das bedeutete in der Endabrechnung den ersten Platz und damit den Gewinn der Weltmeisterschaft 2010. Auf den zweiten Platz kam Rasmus Haugasmägi (Estland) gefolgt von Billy Allen (USA). Hier das offizielle Gesamtergebnis: www.team-lucas.de/media/Nora%202010/Nora.pdf
Teamchef Oliver Lucas möchte auf diesem Weg seinen langjährigen Mechanikern Dirk Sauer und Michael Lehmann für den tollen Einsatz danken.
Zuletzt geändert am: 17-08-2010 um 12:02
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