Bootsbau
Das Team baut, entwirft und repariert unter der Leitung von Oliver Lucas alle Boote selbst. Dadurch können die Boote individuell an die Bedürfnisse und Fahrstile der Fahrer angepaßt werden. Früher wurden vom Team nur selbstgebaute Holzboote eingesetzt. Seit Mitte der Saison 1999 fahren wir aber nur noch mit selbstgebauten Kunststoffboten.
Holzboote
Ein Holzrennboot wird in Fachwerkbauweise mit Stringern, Spanten und Beplankung gefertigt (siehe Fotos). Mit dieser Bauweise lässt sich ein sehr geringes Gewicht erzielen. Leider bietet die Holzbauweise bei schwereren Unfällen wenig Sicherheit für den Fahrer. Der Bau eines Holzbootes dauert ca. 2 Wochen. Als Hölzer werden nur wasserfeste Edelhölzer verwendet, da diese am wenigsten Feuchtigkeit aufnehmen und auch eine gute Dauerfestigkeit haben. Trotzdem steigt das Bootsgewicht aufgrund der Feuchtigkeitsaufnahme im Laufe der Jahre stark an. Ein sehr leicht gebautes Rennboot für die Klasse OSY400 hat neu ein Leergewicht von ca. 36 kg. Nach ein paar Jahren kann das Gewicht bis zu 50 kg betragen. Da ab dem Jahr 1999 vom internationalen Verband U.I.M. ein Mindestgewicht für alle Klassen eingeführt wurde, ist ein extremer Leichtbau nicht mehr erforderlich. Dadurch wurde der Bau von Kunststoffbooten interessant, die geringfügig schwerer als Holzboote sind. Nach einheitlicher Expertenmeinung ist jedoch die Erhöhung des Gewichts der falsche Weg zur Verbesserung der Fahrersicherheit. Vielmehr sollte eine Mindestlänge der Boote vorgeschrieben werden. Zur Erhöhung der Sicherheit für die Fahrer müssen seit dem Jahr 2002 alle Boote der Klassen O-125/F-125, O-250/F-250, O-350 und OSY400 verstärkte Seitenteile aus Kevlar haben. Dabei ist es egal ob es sich um ein Holz- oder Kunststoffboot handelt.

Kunststoffboote
Wir sind stets um Verbesserungen bemüht und versuchen unsere Boote leistungsfähiger und auch sicherer zu machen. Folgerichtig wurden die Holzboote 1999 von Kunststoffbooten abgelöst. Die neue Bauweise erlaubt den Bau einer verstärkten Sicherheitszelle für den Fahrer, die ihn bei Unfällen vor Verletzungen schützen soll. Seinerzeit wollten wir damit einen neuen Standard in der Fahrersicherheit setzen. Inzwischen hat der internationale Verband UIM die Abmessungen und den Aufbau unserer Sicherheitszelle in das Reglement übernommen. Darauf sind wir zurecht stolz. Seit dem Jahr 2001 sind noch mehr Kohlefaser und Aramid zum Einsatz gekommen. Dies brachte eine zusätzliche Versteifung des Bootskörpers, mehr Sicherheit für den Fahrer und ein geringeres Gewicht. Aber auch an die aktive Sicherheit wurde gedacht. Die Bootsspitzen als Abbrechspitzen gebaut, die bei einem Aufprall sofort "zerbröseln" und damit weniger Schaden anrichten. Die Kunststoffboote werden aus drei Einzelteilen, der Unterschale und der linken und rechten Oberschale zusammengeklebt. Die einzelnen Schalen werden in einer Form mit Glas-, Kohle- oder Aramidfasermatten und Kunststoffharz eingelegt. Anschließend werden alle Schalen zusammengeklebt (siehe Bilder). Zwischen die Oberschalen wird eine Sicherheitszelle aus Crashschaum, Kevlar und Kohlefaser eingebracht, die dem Fahrer maximale Sicherheit bringen soll. Für den Bau benötigt man nur noch ca. 5 Tage.