Bootstypen
Die verwendeten Bootstypen gruppieren sich in vier Rumpfformen:
Dreipunkter
Der Dreipunkter hat einen flunderähnlichen Grundriss. Der Bootsboden ist flach und hat im vorderen Drittel der Bootslänge seitliche Tatzen. Das Boot gleitet auf diesen Tatzen und dem Heck, also auf drei Punkten, über das Wasser. In diesem Bootstyp kniet der Fahrer und kann durch Gewichtsverlagerung nach außen das Kurvenverhalten wesentlich beeinflussen. Die Grundgeschwindigkeit ist in der Regel nicht ganz so hoch wie beim Proprider. Bei der Wende kann der Dreipunkter jedoch eine engere und damit schnellere Linie fahren. Dieses Boot bietet somit auf Kursen mit engen Wenden einen Vorteil. Dreipunkter werden momentan nur noch in der Klasse OSY400 gefahren.

Proprider
Der Proprider besitzt einen ähnlichen Grundriss wie ein Dreipunkter. Die Tatzen sind jedoch etwas länger. Der Fahrer liegt bei diesem Bootstyp auf dem Bauch. Dadurch ist die Gewichtsverteilung und der Luftwiderstand anders als beim Dreipunkter. Auf der Geraden hat dieses Boot eine hohe Grundgeschwindigkeit und reitet dabei nur noch auf einem Luftpolster und dem Propeller. Daher kommt auch der Name Proprider. In der Wende schlittert das Boot jedoch in einem größeren Wenderadius um die Wendemarke. Dieser Bootstyp wird somit auf Kursen mit großen Wenden bevorzugt.
Er wird hauptsächlich in den Klassen O-125/ F-125, O-250/ F-250, O-350 und OSY400 eingesetzt.

Katamaran
Der Katamaran hat auf der Unterseite über die ganze Bootslänge zwei Kufen und einen hohen Aufbau in dem der Fahrer sitzt. Bei voller Fahrt wird das Boot aus dem Wasser gehoben und gleitet nur noch auf den hinteren Enden der Kufen. Mit diesem Bootstyp kann die Wende mit sehr hoher Geschwindigkeit angefahren und sehr eng umrundet werden. Dafür muss die Geschwindigkeit aber mehr reduziert werden als beim Proprider. Trotzdem ist ein Katamaran wegen der kürzeren Wege sehr viel schneller um die Wende. Aufgrund des hohen Aufbaus ist die Geschwindigkeit auf der Geraden aber geringer als bei den anderen Typen. In der Summe ist er aber der beste Kompromiss, da er gerade bei rauem Wasser besonders gut liegt. Dem internationalen Reglement nach, darf er aber erst ab der Klasse O-500 und höher eingesetzt werden. Außerdem dürfen Katamarane nicht zusammen mit Proridern oder Dreipunktern in einem Rennen fahren.
Der Katamaran ist der international am häufigsten eingesetzte Bootstyp. Er wird unter anderem in den Klassen Formel ADAC, S- 550, O-500/ F-500, O-700, S-850/ Formula 3, Formula R-1000, Formula 1000, Formula 2, Formula 1 und Offshore Class 1 eingesetzt.

Einrumpfboot
Die Einrumpfboote haben einen keilförmigen Rumpf. Mit seiner Hilfe pflügen sich die Boote durch das Wasser. Charakteristisch für das Fahrverhalten der Einrumpfboote ist das Pendeln um die Längsachse, was beim Betrachter schon mal den Eindruck hervorruft, dass das Boot umkippen kann. Im Fachjargon wird dieser Bootstyp auch "Dreikantfeile" genannt. Die Dreikantfeilen werden in den so genannten T-Klassen eingesetzt. Dies sind zum Beispiel JT-250, T-400, T-550, DMYV- Klasse, T-750, T-850 und sehr viele Offshore-Klassen.
