Regeln
Alle Motorbootrennen werden entsprechend den Regeln des internationalen Motorbootverbandes UIM "Union Internationale Motonautique" durchgeführt. Wir wollen hier nur einen kleinen Auszug aus dem Regelwerk vorstellen.
Die Rennen finden, je nach Klasse, auf Flüssen, Seen, Hafenbecken oder dem offenen Meer statt. Dabei werden auf den Binnengewässern Oval- und Dreieckskurse mit mindestens 1000 m bzw. 1500 m Länge gefahren. Die Anzahl der zu fahrenden Runden hängt von der Bootsklasse und der Kurslänge ab. In der Klasse OSY 400 werden zum Beispiel bei einer Kurslänge von 1000 m, sechs bis acht Runden gefahren. Normalerweise fährt jede Klasse ein eigenes Rennen, d.h. es fahren nicht zwei Bootsklassen gemeinsam.
Punktewertung
Je nach Plazierung erhalten die Fahrer Punkte für einen Wertungslauf. Insgesamt werden pro Rennen drei Wertungsläufe gefahren und der Punktbeste ist Sieger. Bei internationalen Meisterschaften (WM oder EM) werden vier Wertungsläufe gefahren, wobei nur die drei punktbesten Läufe zählen. Im einzelnen ist die Punktverteilung wie folgt:
1. 400 Punkte
2. 300 Punkte
3. 225 Punkte
4. 169 Punkte
5. 127 Punkte
6. 95 Punkte
7. 71 Punkte
8. 53 Punkte
9. 40 Punkte
10. 30 Punkte
11. 22 Punkte
12. 17 Punkte
13. 13 Punkte
14. 9 Punkte
15. 7 Punkte
16. 5 Punkte
17. 4 Punkte
18. 3 Punkte
19. 2 Punkte
20. 1 Punkt
Der Start
Der Rennstart kann auf zwei unterschiedliche Methoden erfolgen:
1. Jetty-Start (stehender Start)
Beim so genannten Jetty-Start (siehe Bild) liegen die Boote mit stehendem Motor nebeneinander vor dem Startsteg. Wenn an der Startampel das rote Licht erlöscht, ist der Start freigegeben. Je nach Klasse starten entweder die Helfer die Motoren per Seilzug, oder der Fahrer startet den Motor per Anlasser.
2. Uhrenstart (Fliegender Start)
Die andere Methode ein Rennen zu starten ist der Uhrenstart (Fliegender Start). Kurz hinter der Startlinie wird eine große Uhr aufgestellt, deren Zeiger eine Minute vor dem Start losläuft. Währenddessen kreisen die Boote in einer Startzone und versuchen genau bei Null Uhr die Startlinie zu passieren. Diese Methode verlangt sehr viel Konzentration und taktisches Können vom Piloten, da ein Frühstart zur Disqualifikation führt.